Vortrag: Just War Theory Twenty-Five Years after 9/11
Aktualisiert: 2. Sept.
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 führten zu einer erneuten Auseinandersetzung mit der Lehre vom gerechten Krieg. Zugleich rechtfertigte die Regierung George W. Bush damit die Kriege in Afghanistan, im Irak sowie den weltweiten „Krieg gegen den Terror“.
Der Vortrag "Just War Theory Twenty-Five Years after 9/11: Necessary Moral Framework or Outdated Political Lexicon?" zeichnet nach, wie sich Bedeutung und Funktion des Diskurses über den Just War von der Bush-Administration bis zur zweiten Präsidentschaft Donald Trumps verändert haben. Dabei zeigt sich, dass die Lehre sowohl zur Rechtfertigung militärischer Gewalt als auch zu deren kritischer Beurteilung herangezogen wurde. Was aber geschieht, wenn die Just War Theory von Ansätzen verdrängt wird, die moralische Erwägungen und ethische Regeln der Kriegsführung beiseiteschieben? Bietet sie trotz ihrer Anfälligkeit für politische Instrumentalisierung weiterhin einen unverzichtbaren moralischen Orientierungsrahmen – oder ist sie im politischen Diskurs überholt?
Referent: Daniel R. Brunstetter, Ph.D.
Moderation: Dr. Christian Braun, Direktor des Instituts für Frieden & Militärethik
Datum: Freitag, 11. September 2026, 15 Uhr
Ort: Katholische Akademie, Seminarraum 1 (1. Stock), Herrengraben 4, 20459 Hamburg
Um vorherige Anmeldung unter stoerch@ifme.de wird gebeten. Bitte beachten Sie zudem, dass der Vortrag und die anschließende Diskussion auf Englisch stattfinden werden.