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Geschichte des IFME

Das Institut für Frieden & Militärethik (IFME) vereint seit 2026 die wissenschaftliche Forschung des Instituts für Theologie und Frieden (ithf) mit der Bildungs- und Dialogarbeit des Zentrums für ethische Bildung in den Streitkräften (zebis).

Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften (2010–2026)

Das Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften (zebis) wurde 2010 durch den Katholischen Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr in Hamburg gegründet – bewusst in räumlicher Nähe zu zentralen Einrichtungen der Bundeswehr und wissenschaftlichen Institutionen. 


Gemäß seinem Leitspruch “Ethik bewegt” verband es von Beginn an Bildungsarbeit, wissenschaftliche Reflexion und gesellschaftlichen Dialog und entwickelte sich zu einem wichtigen Akteur der militärethischen Bildung. 2014 wurde diese Arbeit mit dem Sonderpreis für Militärethik („European Award for Citizenship, Security and Defence“) im Rahmen der Berliner Sicherheitskonferenz gewürdigt. 

Die Werte und Normen des Grundgesetzes, das Konzept der Inneren Führung und das Leitbild des Staatsbürgers in Uniform bilden das Fundament aller Bildungsanstrengungen der Bundeswehr. Für das zebis als kirchlicher Bildungsakteur bildete darüber hinaus der „gerechte Friede“, dem zufolge Gerechtigkeit, die Orientierung an einem Weltgemeinwohl und Menschenrechten zu friedensfördernden Strukturen beitragen, die Grundlage seiner Arbeit.  

Zugleich verstand sich das zebis als „Seismograf für ethische Fragen in den Streitkräften“: Im Rahmen von internationalen Formaten, interdisziplinären Tagungen und Projekten wie dem E-Journal „Ethik und Militär“ griff es frühzeitig Themen auf, die heute im Zentrum militärethischer Debatten stehen, darunter die Drohnendebatte, die Autonomisierung von Waffensystemen und der Einsatz Künstlicher Intelligenz, Cyberwar, hybride Kriegsführung sowie sicherheitspolitische Herausforderungen wie nukleare Abschreckung, der Krieg in der Ukraine oder der Klimawandel als Konfliktmultiplikator. 

 In enger Kooperation mit militärischen, kirchlichen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Partnern fungierte das zebis dabei als Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Diskursräumen.  

Seine Expertise und Vernetzung im Bereich ethische Bildung und Vermittlung fließen dabei in die Arbeit des Instituts für Frieden und Militärethik (IFME) ein.  

Institut für Theologie und Frieden
(1978–2026)

Das Institut für Theologie und Frieden (ithf) wurde 1978 in Hamburg als wissenschaftliche Einrichtung der Katholischen Militärseelsorge gegründet. Sein Auftrag war die interdisziplinäre Erforschung von Fragen des Friedens, der Sicherheit und der Ethik bewaffneter Konflikte auf Grundlage der christlichen Friedensethik.

Über fast fünf Jahrzehnte hinweg verband das Institut theologische, philosophische, politische und völkerrechtliche Forschung mit der Analyse aktueller friedens- und sicherheitspolitischer Herausforderungen. Dabei entwickelte es sich zu einer anerkannten Stimme in den Debatten um Frieden, Gerechtigkeit und Verantwortung in Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ithf brachten ihre Forschung in akademische Debatten, die universitäre Lehre sowie in den gesellschaftlichen und sicherheitspolitischen Diskurs ein.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Verbindung wissenschaftlicher Grundlagenforschung mit aktuellen Fragen aus Politik, Militär und Gesellschaft. In den vergangenen Jahren trat zudem die intensive Beschäftigung mit dem Friedensdenken im Islam stärker in den Fokus der Arbeit des Instituts. Mit seiner Spezialbibliothek für Friedens- und Sicherheitsethik, seinen Forschungsprojekten, Publikationen und internationalen Kooperationen leistete das ithf einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der christlichen Friedensethik.

Die umfangreiche Bibliothek des Instituts mit mehr als 190.000 Titeln entwickelte sich über die Jahre zu einer der bedeutendsten Spezialbibliotheken für Friedensethik und Sicherheitspolitik im deutschsprachigen Raum. Seit 2026 wird die Tradition des ithf im Institut für Frieden und Militärethik fortgeführt.

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